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Die professionelle Beurteilung der Qualität eines Weines durch Verkostung setzt eine Menge Erfahrung voraus und scheint dennoch hochgradig subjektiv zu sein. Trotzdem ist sie nach wie vor kaum stichhaltig durch wissenschaftliche Methoden zu ersetzen. Das zumindest ergab ein ambitioniertes Forschungsvorhaben des renommierten Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie mit der Universidad Técnica Federico Santa Maria, Valparaiso in Chile, das sich dem sogenannten „chemischen Fingerabdruck“ eines Weines, also der Analyse seiner komplexen chemischen Bestandteile, widmete. Das Institut ging der Frage nach, welche Parameter die Qualität von Wein bestimmen und ob diese dann als Biomarker für Weinattribute dienen könnten, um objektive Kriterien zur Bewertung von Wein bestimmen zu können. Man hoffte also auf Substanzen als messbare Kenngrößen für Rebsorte, Herkunft, Weinqualität und Jahrgang. Man weiß, dass jeder einzelne Schritt der Weinwerdung Spuren in Form charakteristischer Inhaltsstoffe im Wein hinterlässt. Zwar sind viele Inhaltsstoffe von Wein bekannt, doch die meisten Untersuchungen beschränkten sich bisher auf die Analyse spezieller Gruppen von Molekülen wie bzw. auf flüchtige oder phenolische Substanzen, Anthocyane usw. So gelang es einigen Autoren immerhin, einige reproduzierbare Kenngrößen z. B. für Rebsorte und Herkunft zu bestimmen.

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