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Immer, wenn wir ins Dorf durften, gingen wir daran vorbei: an den „Drei Königen“, der altehrwürdigen Wirtschaft im kleinen Hauptort des Kantons, wo unsere Schule – ein Internat – gestanden hat. Beides gibt es so nicht mehr: weder das Internat, aus dem eine staatliche Schule geworden ist, noch die „Drei Könige“, wo die Gastronomie längst aufgegeben wurde. Unrentabel. Nur die Bushaltestelle, unmittelbar vor dem Haus, hat den Namen behalten: „Drei Könige“. Im „Engel“, in der Wirtschaft schräg vis-à-vis, trifft man sich jetzt, zum Früh- oder Spätschoppen oder auch zwischendurch. Die „Drei Könige“ haben – nicht nur hier – ihre Anziehungskraft verloren. „Engel“ mögen vielleicht noch locken, verlocken, aber „Drei Könige“ sind hoffnungslos veraltet, verstaubt, haben abgewirtschaftet. Da ziehen schon eher „Aura“, „Blue Monkey“, „Bohemia“, „Cheyenne“, „Coco Grill“, „Clouds“ etc. die Kundschaft an. Dabei waren es „Die drei Könige“, die mich – unter anderem – zum Wein gebracht haben. Ob sie je heilig waren, weiß ich nicht, für mich jedenfalls waren sie etwas Besonderes.

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