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Noch nie habe ich – in den sieben Jahren meiner Kolumne – über den Korken und seine Probleme geschrieben. Nicht, weil ich das leidige Problem nicht kenne, es verschweigen oder gar negieren möchte. Doch der verbissene, ja, leidenschaftliche Kampf, der emotionale Feldzug gegen den Naturkorken hat mich über Jahre genervt. Da wollte ich etwas über einen Wein wissen und musste mir zuerst lange Tiraden anhören, wie schädlich der Korken für einen Wein sein kann. Ich las in Weinforen bald mehr über den Bösewicht Kork als über die Güte des Weins. Als dann eine von mir geschätzte Weinzeitschrift bei einer Bordeaux-Verkostung „Zehn Jahre danach“ unendlich viel über die Korken und nur ganz wenig über den Wein schrieb, da bin ich in die „innere Emigration“ gegangen. Ich habe mich zwar geärgert, wenn bei mir ein Korkschmecker auftauchte und ich einen Wein dem Ausguss überlassen musste. Doch ich habe es – vor allem bei alten Weinen – unter „pp = persönliches Pech“ (so die Bezeichnung in einem Forum) abgebucht.

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