SIGN UP LOG IN

Wie viele Gläser braucht der Mensch? Die Frage beschäftigt den Weinliebhaber immer und immer wieder. Wer mich besucht, der kommt am Glasschrank nicht vorbei, der im Eingangsbereich steht. Auf dem Weg in die Küche, in die Stube, nach oben ins Büro, zur

Glasschrank mit mehr als 150 Gläsern

Bibliothek oder in den Schlafbereich – die Gläser sind nicht zu übersehen. In der Regel bleibt ein Gast kurz stehen, nickt beifällig, schüttelt den Kopf, ist erstaunt oder - ab und zu - auch begeistert. Fast immer entspannt sich eine Diskussion um die Frage nach dem richtigen Glas für den Wein.

Warum stelle ich meine Begeisterung für schöne Gläser auch so penetrant zur Schau? Vielleicht gehört dies zu meiner Beziehung zum Wein, oder sagen wir es poetischer: zu meiner Liebe für einen guten Tropfen. Hoppla! Bereits in dieser Formulierung liegt ein Stück des Geheimnisses. Ins Glas kommt nicht einfach nur Wein, nein, es ist „ein edler Tropfen“, „ein kostbarer Saft“, ein „köstlicher Trunk“… Mit andern Worten: das Gefäß, aus dem der Wein getrunken wird, gehört – für mich – zum Genuss. Das Glas verrät doch so viel über einen Wein: Farbe, Dichte, Glanz, Reinheit... Hält man es unter die Nase – nicht zu lange – dann entströmen Düfte, entfalten sich Aromen, wird der Geruchsinn angeregt: blumig, fruchtig, würzig, erdig, karamellig... Doch dies ist noch nicht alles: Gläser klingen, wenn man sie gegeneinander stößt. Da wird ein weiterer Sinn ins Trinkritual eingebunden, der Ton, der Klang, ein fast magisches Geräusch. „Die Welt ist Klang“, habe ich irgendwo gelesen, und „Klang ist Liebe“. Auch Liebe zum Wein.

Calendar EVENTS NEAR YOU

Privacy Notice: ×

Cookies facilitate the provision of our services. By using our services, you agree that we use cookies.