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Saint-Joseph ist zweifellos die uneinheitlichste aller Appellationen der nördlichen Rhone. Das ist auch kein Wunder, nachdem man das Anbaugebiet Ende der 1960er Jahre von ursprünglich 6 Gemeinden auf heute 26 ausgeweitet hat. Die Weinberge erstrecken sich inzwischen am Westufer der Rhone von Condrieu fast 60 Kilometer Richtung Süden bis an die Grenze zu Cornas. Die Reben stehen zum Teil in uralten Anlagen auf steilen, terrassierten Parzellen mit steinigen, braunen, tiefgründigen Granitböden, teils auf den kühleren, deutlich schlechter versorgten Plateaus, teils aber auch auf fruchtbarem Boden in der Talsohle.
Foto: Olivier Roux

In Bestform ist roter Saint-Joseph eine umwerfende Mischung aus Konzentration, Vielschichtigkeit, Frische und der typischen pfeffrigen und leicht speckigen Würze des Syrah, aus dem die Weine bis auf einen möglichen kleinen Anteil weißer Trauben bestehen müssen; selbst kräftige Exemplare aus guten Lagen können kühl und elegant ausfallen. Die weniger privilegierten Vertreter sind im Idealfall ebenfalls saftig, lassen aber die Feinheit und Komplexität der Spitzen vermissen; am unteren Ende stehen eher rustikale Gewächse, die durchaus ihren Charme haben können, aber vielleicht besser als einfacher Côtes du Rhone etikettiert wären.

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