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Das kalifornische Weingut Fetzer Wineyards feiert mit einem in Bourbon-Fässern gereiftem Zinfandel einen überraschend großen Erfolg: Vom 2016 Zinfandel „1000 Stories“ verkaufte das zum chilenischen Weinunternehmen Concha y Toro gehörenden Weingut im vergangenen Jahr rund 120.000 Kisten. Vom ersten Jahrgang des Weins im Jahr 2014 setzte Fetzer nur 5000 Kisten ab. Direkt nach der Gärung reift der Wein für zwei Monate in Ex-Bourbon-Fässern. Inzwischen ist der Erfolg so groß geworden, dass Fetzer sogar nun für eine Absatzmenge von 250.000 Kisten plant.

Der Fetzer-Chefönologe Bob Blue sagte „Drinks Business“, bereits in den 1980er Jahren sei die Nutzung früherer Bourbon-fässer in Kalifornien völlig üblich gewesen. Nur die Top-Betriebe wie Mondavi oder Monetelena hätten damals neue Barriques verwendet. Als sein Team ihm die Bourbon-Reife als neue Idee vorschlug, habe er geantwortet, dass er damit schon ziemlich viel Erfahrung habe. Der in den USA 18 Dollar teure Wein, der häufig auch nach Europa exportiert werde, sei allerdings längst nicht so stark von Holznoten geprägt wie viele Experten zunächst vermutet hatten. Damit sei Fetzer der erste Betrieb in Kalifornien, der die alte Methode neu zum Einsatz gebracht habe.

Dieser Erfolg hat nun auch schon erste Begleiter gefunden: Das kalifornische Weingut Cooper & Thief Cellarmaster in Napa hat einen Sauvignon Blanc vorgestellt, der drei Monate lang in einem früheren Tequila-Barrique gereift ist. Die Fässer stammen aus der Destillerie Casa Noble, in denen zwei Jahre lang Tequila Anejo lagerte. Der Betrieb hatte sie neu gekauft. Das Weingut hat ebenfalls ein Rotwein-Cuvee im Programm, das drei Monate lang in Bourbonfässern gereift ist.

(uka / Foto: Weingüter)

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