SIGN UP LOG IN

Den Jahrgang 2019 an der Mosel bewertet der der Moselwein e.V. in Trier als „Weinjahrgang mit vielen Wetterkapriolen, hoher Qualität und geringerer Menge als erwartet“. Während im Spätsommer noch eine Erntemenge über dem zehnjährigen Mittelwert von 754.000 Hektoliter erwartet wurde, gehen die aktuellen Schätzungen des Weinbauverbandes Mosel nun von knapp 694.000 Hektolitern Most aus. Das seien acht Prozent weniger als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Gegenüber 2018 falle die Erntemenge im Anbaugebiet Mosel um ein Viertel geringer aus. Einzelne Weingüter berichten von bis zu zwei Drittel weniger Ausbeute als 2018. Trotz Frost im Frühjahr sowie Hagel, Trockenheit, Hitze und Sonnenbrand im Sommer und Regen im Herbst hätten die Winzer Trauben erzeugt, „die das Potenzial für einen großen Weinjahrgang bieten und in der Spitze sogar bessere Qualität als 2018 liefern“.

Kennzeichnend für den Jahrgang im gesamten Weinanbaugebiet sei ein wetterbedingtes Phänomen, dass in dieser Ausdehnung neu gewesen sei: Überall im Weinbaugebiet traten infolge der Rekordhitze mit Temperaturen über 40 Grad Celsius Sonnenbrandschäden an Trauben in bisher nicht gekanntem Ausmaß auf. Die Schäden seien sehr uneinheitlich aufgetreten, sowohl bei entblätterten wie auch nicht entblätterten Anlagen. In einzelnen Weinbergen berichteten Winzer von bis zu 50 Prozent Ernteausfall durch Sonnenbrand.

Der durchschnittliche Hektarertrag liegt laut Moselwein e.V. nach der aktuellen Schätzung derzeit bei 82 Hektolitern. Diese Werte reichten von nur 20 Hektoliter je Hektar bis zu 100 Hektoliter in Anlagen, die von Wetterproblemen verschont geblieben seien. Die Erträge schwankten selbst innerhalb einzelner Weinorte und Weinlagen oft deutlich. 2019 dürfte bei vielen Erzeugern daher als „neidischer Herbst“ in Erinnerung bleiben.

(uka / Foto: Moselwein e.V. - Ralf Kaiser)

 

Calendar EVENTS NEAR YOU

Privacy Notice: ×

Cookies facilitate the provision of our services. By using our services, you agree that we use cookies.