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Einer meiner deutschen Freunde, die ich während drei Tagen durch die Schweiz führe, bringt es auf den Punkt: „Manchmal stehen die Berge halt doch im Weg!“ Trotzdem will ich das Unmögliche möglich machen, alles zeigen: ein bisschen Landschaft, Berge, Menschen, Weingebiete und natürlich Wein. Schweizer Wein, gerne definiert als „unbekanntes Wesen“, zumindest im Ausland. Wie oft höre ich doch den saloppen Spruch: „Die Schweizer trinken ihre Weine lieber selber.“ Wenn das stimmen würde, müssten sie auch gut sein, die Schweizer Weine, sehr gut sogar, denn kulinarisch (dazu gehört ja auch der Wein) sind die Schweizer verwöhnt; sie leben gleichsam im Schnittpunkt der guten Küche und der guten Weine (Frankreich, Italien). Doch es stimmt nicht, dass die Schweizer ihre Weine nicht gern hergeben würden, sie haben sich einfach noch nicht daran gewöhnt, weltweit zu denken (und zu handeln). Vielleicht stehen ihnen die Berge im Weg oder es sind die Grenzen, die trotz Schengen im Kopf (und beim Zoll) noch nicht abgebaut sind. Am wahrscheinlichsten aber ist – davon bin ich überzeugt –, man hat in der Schweiz noch gar nicht registriert, wie gut man im internationalen Weinkonzert bestehen könnte, würde man wirklich mitspielen.

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