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Domaine Pierre BrazeyPommard, eine kleine Gemeinde im Burgund, kein halbes Hundert Einwohner, und doch weltberühmt. Grund dafür sind die rund 300 Hektaren Rebland auf denen ausschliesslich Pinot Noir angebaut wird, der wohl als der typischste aller Burgunder in die Weingeschichte eingegangen ist. Eigentlich robust, tanninreich und im Duft typischer Anklang an Brombeeren und Heidelbeeren. Etwa ein Drittel der Rebfläche von Pomerol ist als Premier Cru (28) eingestuft. Dieser Wein stammt nicht aus diesen Lagen, ist also kein Premier Cru, aber durch und durch ein Pommard. Nicht nur typisch, sondern typisch gut, ja ausgezeichnet, jetzt nach fast 10 Jahren Lagerung. Da sind wir wieder beim Alter. Die optimale Alterung beim Spätburgunder (Pinot Noir) ist sehr schwer abzuschätzen. Nicht jeder Burgunder ist langlebig, er verliert im Alter gerne seine Lebendigkeit und Rasse. Nach fünf Jahren entwickeln sich – gerade beim kräftigen PommardBurgund Klerine Kamera 234 – komplexe (lies feine) Aromen: Leder, Pfeffer, Paprika, Schokolade sowohl in der Nase als auch im Gaumen und eine unglaubliche Zartheit und Dichte stellt sich ein. Man sagt, das halte nur etwa bis zehn Jahre, dann baue der Wein deutlich ab. Diese Flasche – wohl das Resultat des Bodens und der Winzerkunst – hat nach neun Jahren den Abstieg noch keineswegs begonnen. Nach meiner Einschätzung (ich bin eher ein Bordeaux-Trinker) dürfte der Wein noch gut fünf Jahre so präsent und aromatisch sein, oder – wie man gerne pauschal sagt – burgundisch. Vielleicht ist ihm doch die Pomona, die Göttin der Früchte und Gärten Pate gestanden. Ich jedenfalls habe diesen Eindruck.

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