SIGN UP LOG IN

IMG_0315Jedenfalls hat diese Flasche – jetzt wohl auf dem Höhepunkt – ein dichtes Bukett, viel Fleisch, immer noch gute, leicht süssliche Frucht, eine schöne Aromatik und einen eleganten, eher etwas massigen Körper - bis in den Abgang hinein. Für mich ist es einer der besten Grand Corbin, die ich je getrunken habe. Legendär (ob Legende oder Wirklichkeit?) ist der Besitzer des Weinguts, das einst viel grösser war (heute noch 14 Hektaren), ist der „Fürst von Wales“, der „schwarz Fürst“, auch „Schwarzer Prinz“ genannt (angeblich wegen seiner schwarzen Rüstung). Tatsächlich gehörte Aquitanien (das heutige Bordeaux) von 1154 bis 1453 zur englischen Krone (durch Heirat von Eleonore von Aquitanien mit König Heinrich II.) Doch dies ist politische Historie, nicht Weingeschichte. Tatsächlich aber war der „Schwarze Prinz“ von 1362–1375 Herzog von Aquitanien, wo er sich auch niederliess und einen prächtigen Hof führte, auf dem viele Künstler und Wissenschaftler verkehrten. tumblr_m0jb5tnT2Q1qeu6ilo1_400Das Weingebiet um Corbin (heute sind es fünf Weingüter mit ähnlichem Namen) gehörte zu seinem Beisitzum. Der Wein von Grand-Corbin-Despagne (eines der andern vier Weingüter mit der Bezeichnung Corbin) wird heute etwas höher eingestuft. Doch beide Weine (um 30 CHF) sind sehr gute Gastro-Werte, vor allem wenn sie etwas gereifter sind. Sie lassen sich nämlich in Auktionen durchaus für 15 bis 20 CHF erwerben und stellen einen ausgezeichneten Bordeaux-Wert dar, da sie alle Eigenschaften eines guten, gereiften Bordeaux (merlotbetont) in sich vereinen, aber „noch bezahlbar“ sind. Dieser 96er – meine ich – ist besonders gut und müsste jetzt bald einmal ins Glas.

Calendar EVENTS NEAR YOU

Privacy Notice:

×
Cookies facilitate the provision of our services. By using our services, you agree that we use cookies.